Warnstreiks im öffentlichen Dienst legen Stuttgart nächste Woche lahm
Ludger RörrichtStreiks angekündigt - Wilhelma und Theater betroffen - Warnstreiks im öffentlichen Dienst legen Stuttgart nächste Woche lahm
Beschäftigte im Vfb Stuttgart im öffentlichen Dienst in Stuttgart wollen nächste Woche mit Warnstreiks drohen
Am kommenden Dienstag sollen Warnstreiks im öffentlichen Dienst Stuttgart lahmlegen und zu erheblichen Beeinträchtigungen in der Stadt führen. Die Aktion folgt auf gescheiterte Tarifverhandlungen zwischen Gewerkschaften und den Arbeitgebern der Länder, während weitere Gespräche für Mitte Februar geplant sind. Von dem Konflikt könnten über 920.000 Beschäftigte betroffen sein.
Die Streiks werden zentrale öffentliche Einrichtungen treffen, darunter der Wilhelma-Zoo, das Staatstheater und die Staatsgalerie. Auch Universitäten, Behörden und der Landtag könnten sich an den Arbeitsniederlegungen beteiligen. Mit den Warnstreiks soll vor der finalen Verhandlungsrunde Druck auf die Arbeitgeber ausgeübt werden.
Die Gewerkschaften Verdi und dbb fordern eine Lohnerhöhung von 7 Prozent für die Landesbediensteten, mindestens jedoch 300 Euro mehr im Monat. Die Verhandlungen betreffen rund 2,2 Millionen Menschen, die unter die Tarifverträge der Länder fallen. Die zweite Gesprächsrunde endete kürzlich ergebnislos, sodass die abschließenden Verhandlungen für den 11. bis 13. Februar anstehen. Beteiligt sind die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL), die die Arbeitgeberseite vertritt, sowie die Gewerkschaften, die über 920.000 Beschäftigte repräsentieren. Sollte keine Einigung erzielt werden, drohen flächendeckende Arbeitskämpfe.
Die Streiks werden die öffentlichen Dienstleistungen in Stuttgart auf die Probe stellen – von Kultureinrichtungen bis zu Verwaltungsbehörden könnten Schließungen die Folge sein. Das Ergebnis der Februar-Gespräche wird entscheiden, ob es zu weiteren Arbeitsniederlegungen kommt. Noch liegen die Positionen beider Seiten in der Lohnfrage weit auseinander.