Warum Fans trotz sinkender Zuschauerzahlen in die Erbe-Arena strömen
Hans-Jürgen PeukertWarum Fans trotz sinkender Zuschauerzahlen in die Erbe-Arena strömen
FC Union Heilbronn kämpft mit sinkenden Zuschauerzahlen – doch die Imbissstände bleiben ein Magnet
Während manche Fans wegen des Fußballs in die Erbe-Arena kommen, pilgern andere allein wegen des umfangreichen Snackangebots dorthin. Die Gastronomie des Vereins zählt mittlerweile zu den vielseitigsten in den Sportstätten der Region.
Das kulinarische Angebot im Stadion geht weit über die klassische Stadionkost hinaus. Besucher können zwischen drei Würsten wählen: einer Bratwurst für die Currywurst, einer Frankfurter und einer Rind-Kalbs-Variante. Dazu gibt es Pommes, Nuggets und eine Auswahl an Kuchen, während bei größeren Veranstaltungen auch Falafel angeboten werden. Die Küche ist mit Fritteuse, Warmhalteboxen und sogar einer Kuchenvitrine ausgestattet – für einen Verein dieser Größe eher ungewöhnlich.
Seit fast zwei Jahren leitet Cem Kara den Gastronomiebereich. Nach einer Analyse lokaler Imbisse verfeinerte er das Rezept für die Currysauce und koordiniert heute ein Team, das bereits drei Stunden vor Anpfiff mit den Vorbereitungen beginnt. Zu seinen Aufgaben gehören die Einsatzplanung der Helfer und die rechtzeitige Bereitstellung der Saucen für den Andrang.
Aktuell verhandelt der Verein mit Union Berlin über die Austragung von deren Heimspielen in der Erbe-Arena. Sollte die Vereinbarung zustande kommen, wird es eine getrennte Wurstzubereitung geben, um religiöse Speisevorschriften zu erfüllen.
Trotz rückläufiger Besucherzahlen bleibt die Gastronomie des FC Union Heilbronn ein Publikumsmagnet. Das erweiterte Angebot und der professionelle Aufbau heben den Verein von anderen kleineren Spielstätten ab. Die geplanten Zusatzspiele könnten die Bewirtungskapazitäten weiter auf die Probe stellen – und gleichzeitig ihre Stärken unter Beweis stellen.






