Warum Kai Wegner Berlins Debatten meidet – und wer stattdessen für ihn spricht
Hans-Jürgen PeukertWarum Kai Wegner Berlins Debatten meidet – und wer stattdessen für ihn spricht
Kai Wegner, Spitzenkandidat der CDU in Berlin, hat in den letzten Wochen bei mehreren öffentlichen Debatten gefehlt. Seine Konkurrenten von SPD, Linken und Grünen traten dagegen häufig gemeinsam auf – ohne ihn. Beobachter kommentieren seine wiederholten Absagen bei zentralen Diskussionen.
Wegner sagte Termine zu Themen wie Bildung, Kunst, Kultur und der Prävention von Antisemitismus ab. Bei der Bildungsdebatte der Berliner Bildungsallianz schickte er stattdessen Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch. Bei Gesprächen über Strategien gegen Antisemitismus vertrat Justizsenator Felor Badenberg ihn, während Senator Stefan Evers bei anderen Veranstaltungen für Wegner einsprang.
Unterdessen nahm Steffen Krach von der SPD an jeder angebotenen Debatte teil. Seine regelmäßigen Auftritte mit Kandidaten von Linken und Grünen veranlassten eine Moderatorin sogar, von einer „kleinen Podiumsfamilie“ zu sprechen. Aus Kreisen konkurrierender Kampagnen heißt es, Wegners Fernbleiben entwickle sich zunehmend zu einem Muster.
Allerdings hat Wegner seine Teilnahme an einer Diskussion über die Zukunft der Berliner Kleingärten zugesagt. Sollte sich sein Trend, Debatten auszulassen, fortsetzen, könnten ihn Veranstalter künftig von Nachwahl-Diskussionen ausschließen.
Wegners Vertreter haben bereits mehrfach in seinem Auftrag verschiedene Themen abgedeckt. Seine bestätigte Teilnahme an einer anstehenden Veranstaltung steht dabei im Kontrast zu seinen vorherigen Absagen. Die Situation wirft Fragen über seine künftige Präsenz in öffentlichen Debatten auf.






