22 December 2025, 07:00

Was trieb den Goldpreis im Jahr 2025 - und was kommt als nächstes

Eine Goldmünze mit einem Foto einer Frau.

Was trieb den Goldpreis im Jahr 2025 - und was kommt als nächstes - Was trieb den Goldpreis im Jahr 2025 - und was kommt als nächstes

Was trieb den Goldpreis 2025 an – und was kommt als Nächstes?

Was trieb den Goldpreis 2025 an – und was kommt als Nächstes?

Was trieb den Goldpreis 2025 an – und was kommt als Nächstes?

  1. Dezember 2025, 05:11 Uhr

Im Jahr 2025 stieg der Goldpreis kräftig an, getrieben von sich wandelnden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und einer starken Nachfrage. Zentralbanken und Anleger trieben die Werte nach oben, während hohe Kosten einige Verbraucher nach Alternativen suchen ließen. Der Status des Edelmetalls als sicherer Hafen blieb angesichts anhaltender globaler Spannungen ungebrochen.

Der Preisanstieg begann mit sinkenden Realzinsen und einem schwächeren US-Dollar. Geopolitische Konflikte und Handelsstreitigkeiten verstärkten zusätzlich die Attraktivität von Gold als sichere Anlage. Die Investitionsnachfrage entwickelte sich zum wichtigsten Faktor: Börsengehandelte Fonds (ETFs) verzeichneten einen deutlichen Zuwachs, gleichzeitig stiegen die Verkäufe von Barren und Münzen stark an.

Zentralbanken spielten dabei eine Schlüsselrolle und beschleunigten ihre Goldkäufe im Laufe des Jahres. China, Russland, Indien und die Türkei führten diese Entwicklung an, wobei China und Russland seit 2008 im Rahmen ihrer Bemühungen zur Entdollarisierung ihre Reserven deutlich ausbauten. 2025 gesellte sich auch Polen zu den großen Käufern und stockte seine Bestände um fast 90 Tonnen auf. Trotz der steigenden Preise blieb die Minenproduktion stabil, da hohe Betriebskosten viele Unternehmen davon abhielten, ihre Förderung auszuweiten. Stattdessen schloss recyceltes Gold einen Großteil der Lücke – insbesondere in Deutschland, wo mittlerweile fast das gesamte raffinierte Gold aus Schrott stammt. Gleichzeitig begannen Verbraucher und Juweliere, auf Platin und andere Metalle auszuweichen, um die hohen Goldkosten zu umgehen. Die Vorliebe der Deutschen für das Edelmetall blieb jedoch ungebrochen: 2024 hielten 37 Prozent der heimischen Anleger Gold in ihrem Portfolio. Die Abhängigkeit des Landes von recycelten Beständen unterstrich einen größeren Wandel im Markt, da sekundäre Quellen zunehmend an Bedeutung gewannen.

Analysten prognostizieren, dass die Goldpreise 2026 stabil bleiben oder weiter steigen werden. Niedrigere Zinsen, anhaltende geopolitische Risiken und die anhaltende Nachfrage der Zentralbanken dürften das Angebot weiter unter Druck setzen. Die doppelte Rolle des Metalls – als Investment und Absicherung zugleich – wird voraussichtlich das Marktgeschehen im kommenden Jahr prägen.