Weil am Rhein kämpft gegen steigende Müllberge und 150.000 Euro Entsorgungskosten
Ludger RörrichtWeil am Rhein kämpft gegen steigende Müllberge und 150.000 Euro Entsorgungskosten
Weil am Rhein sammelte 2025 über 713 Tonnen Abfall – fast 293 Tonnen blieben in oder um öffentliche Mülleimer liegen
Die Abfallmengen in Weil am Rhein steigen seit 2017 kontinuierlich an, was bei lokalen Verantwortlichen Besorgnis auslöst. Bürgermeisterin Diana Stöcker bezeichnete die Zahlen als "ernüchternd" und forderte die Bürger zu einem verantwortungsvolleren Umgang mit Müll auf.
Das städtische Tiefbauamt ist von März bis Oktober täglich im Einsatz, wobei 16 Mitarbeiter die Abfallentsorgung organisieren. Trotz dieser Bemühungen bleiben Problemzonen wie der Berliner Platz, der Rheinpark, Spielplätze sowie die Bereiche nahe der Wehranlage und der Kandermündung stark vermüllt.
Die Entsorgungskosten für die Leerung öffentlicher Mülleimer beliefen sich 2025 auf knapp 85.300 Euro. Hinzu kamen rund 64.370 Euro für Straßenreinigungen, sodass die Gesamtausgaben für Abfallbewirtschaftung fast 150.000 Euro erreichten.
Als Reaktion startete Weil am Rhein die Kampagne "Weil.Sauber.Besser.", darunter eine Frühlingsputzaktion am 21. März. Ziel der Initiative ist es, das Littering einzudämmen und ein bewussteres Abfallverhalten in der gesamten Stadt zu fördern.
Die steigenden Müllmengen und die wachsenden Entsorgungskosten zeigen: Die Herausforderungen für Weil am Rhein bleiben bestehen. Mit der Säuberungsaktion und öffentlichen Appellen will die Stadt die Vermüllung in den Brennpunkten verringern. Gleichzeitig beobachten die Verantwortlichen die Entwicklungen genau, um langfristig eine nachhaltigere Abfallwirtschaft zu etablieren.






