07 February 2026, 19:28

Wie ein 1. FC Köln-Spieler einem Fremden mit Stammzellen das Leben rettete

Ein Plakat mit einem Mann und einer Frau, die sich umarmen, mit der Aufschrift "Bring ihn früher nach Hause, tritt der Welle bei" oben und einer Gruppe von Menschen im Hintergrund.

Wie ein 1. FC Köln-Spieler einem Fremden mit Stammzellen das Leben rettete

Eine lebensrettende Stammzellspende führt zu einer ungewöhnlichen Freundschaft zwischen zwei Männern aus völlig unterschiedlichen Welten. Wolfgang Koring, ein Schwabe aus Dettenhausen, überlebte dank Oktay Kasap, einem 20-jährigen türkischen Spender aus 1. FC Köln, seine Leukämie-Erkrankung. Ihre Geschichte unterstreicht die Bedeutung von Knochenmarkspenderdateien, in denen weltweit mittlerweile über 13 Millionen potenzielle Spender registriert sind.

Für Wolfgang Koring nahm der Kampf gegen Leukämie eine dramatische Wende, als die Chemotherapie versagte. Als letzte Hoffnung blieb nur noch eine Stammzelltransplantation. Unterdessen hatte sich Oktay Kasap – trotz seiner Angst vor Nadeln – als Spender registrieren lassen und stellte sich als perfekter Match heraus.

Die Transplantation war erfolgreich und schenkte Koring mindestens zehn weitere Jahre mit seiner Familie. Vollständig genesen, lud er Kasap in seinen Heimatort Dettenhausen ein. Im Gegenzug reiste Koring später nach Köln, wo die beiden gemeinsam eine Moschee besuchten – eine Erfahrung, die ihren kulturellen Austausch vertiefte.

Alle 27 Sekunden erhält irgendwo auf der Welt ein Mensch die Diagnose Leukämie. Koring und Kasap appellieren nun an andere, sich bei der DKMS zu registrieren, denn sie wissen aus eigener Erfahrung, wie ein einfacher Wangenschleimhautabstrich ein Leben retten kann.

Die Verbindung zwischen Koring und Kasap zeigt, wie eine einzige mutige Tat Schicksale verändern kann. Mit über 13 Millionen registrierten Spendern weltweit steht ihre Geschichte für die konkreten Auswirkungen jeder einzelnen Registrierung. Beide Männer setzen sich weiterhin dafür ein, dass sich mehr Menschen eintragen – damit auch andere wie Koring eine zweite Chance erhalten.