14 June 2026, 12:27

Wim Wenders zieht Falsche Bewegung nach Nastassja-Kinski-Debatte zurück

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Wim Wenders zieht Falsche Bewegung nach Nastassja-Kinski-Debatte zurück

Eine Debatte über den Umgang mit älteren Filmen, deren Inhalte heute als inakzeptabel gelten, ist entbrannt. Im Mittelpunkt steht Wim Wenders’ Film Falsche Bewegung aus dem Jahr 1975, in dem eine halb entkleidete Szene mit der damals 13-jährigen Nastassja Kinski zu sehen ist. Der Streifen war im März nur einmal im Frankfurter Filmmuseum gezeigt worden, bevor die Kontroverse eskalierte.

Nastassja Kinski hatte jahrelang versucht, die betreffende Szene entfernen zu lassen. Regisseur Wim Wenders lehnte dies zunächst ab – was eine breite Diskussion auslöste. Seine öffentliche Haltung führte zu einer grundsätzlichen Debatte über das Nachbearbeiten von Filmen versus der Bewahrung ihrer ursprünglichen Fassung.

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Schauspielerinnen wie Jodie Foster, die mit zwölf Jahren in Taxi Driver mitspielte, blicken heute mit Humor auf ihre frühen Rollen zurück. Andere, etwa Brooke Shields, äußerten sich unbehaglich über ihre Mitwirkung in umstrittenen Filmen wie Pretty Baby. Auch Natalie Portman, Dakota Fanning und Kirsten Dunst meldeten sich zu Wort und thematisierten die Rolle des Publikums bei der Interpretation solcher Werke.

Kinskis persönliches Engagement, ihr jüngeres Ich zu schützen, fand bei vielen Anklang. Als die Debatte an Schärfe gewann, entschuldigte sich Wenders bei ihr und zog den Film aus dem Verkehr. Die Diskussion wirft grundlegende Fragen auf: Wie lässt sich künstlerische Integrität mit ethischen Bedenken in Einklang bringen? Wenders’ Entscheidung, den Film zurückzuziehen, stellt eine bemerkenswerte Reaktion auf die Kritik dar. Die Kontroverse zeigt, wie komplex der Umgang mit problematischen Inhalten in älteren Werken ist.

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