WM 2023 startet mit Rekordteilnehmern – doch Kritik überlagert die Vorfreude
Hans-Jürgen PeukertWM 2023 startet mit Rekordteilnehmern – doch Kritik überlagert die Vorfreude
Die FIFA-Fußball-Weltmeisterschaft der Männer 2023 startet an diesem Donnerstag in den USA, Kanada und Mexiko. Als größtes Sportereignis der Welt bringt das Turnier 48 Nationen zusammen – darunter Debütanten wie Kap Verde, Curaçao und Jordanien. Doch hinter der Vorfreude werfen steigende Kosten und politische Spannungen Schatten auf das Großereignis.
Die diesjährige Meisterschaft ist die erste WM mit 48 Teams und erweitert damit das Teilnehmerfeld im Vergleich zu früheren Austragungen. Fans können sich bereits den kompletten Spielplan herunterladen und ausdrucken, während die Medienberichterstattung mit 14 Seiten in den aktuellen Publikationen dieser Woche voll angelaufen ist.
Die USA, eines der Gastgeberländer, haben strenge Einreisebestimmungen für Anhänger und Spieler der qualifizierten Mannschaften erlassen. Diese Maßnahmen sorgen für Kritik – besonders, da in Mexiko die Ticketpreise explodieren und der Fußball für viele lokale Fans damit noch unerschwinglicher wird.
Kanadas Rolle als Mitausrichter bietet dagegen ein anderes Bild: Mit einer offeneren Haltung könnte das Land die restriktive Politik der USA ausgleichen. Unterdessen geraten die Nachhaltigkeitsversprechen der FIFA unter Druck, denn die schiere Größe des Turniers steht im Widerspruch zu wachsenden Klimasorgen.
Abseits des Platzes wird weiterhin über nationale Identität und das Verhalten der Spieler diskutiert. DFB-Sportdirektor Andreas Rettig hat Debatten darüber, ob Athleten ihre Hymnen mit ausreichend Leidenschaft singen, als Ablenkung abgetan.
In den kommenden Wochen wird die WM täglich begleitet – von Spielberichten bis zu Kontroversen. Für die Fans bringt das Turnier eine Mischung aus Begeisterung und Frustration: Teure Tickets, Reisebeschränkungen und ökologische Bedenken prägen die Stimmung. Ob das Event gelingt, hängt wohl ebenso von der Logistik ab wie vom Fußball selbst.






