Zukunft der Apotheken in Erzhausen: Droht ein Kollaps der Gesundheitsversorgung?
Gabor HethurZukunft der Apotheken in Erzhausen: Droht ein Kollaps der Gesundheitsversorgung?
Treffen in Erzhausen: Wachsende Sorge um die Zukunft der Apotheken vor Ort
Bei einem jüngsten Treffen in Erzhausen wurden die zunehmenden Befürchtungen über die Zukunft der örtlichen Apotheken deutlich. Lokale Verantwortliche und Fachleute aus dem Gesundheitswesen warnten, dass politische Untätigkeit diese unverzichtbaren Einrichtungen gefährdet. Im Mittelpunkt der Diskussion stand die Frage, wie Schließungen von Apotheken das gesamte Gesundheitsnetz in der Region schwächen könnten.
Dr. Nojan Nejatian, Inhaber der Heegbach-Apotheke, führte die Gespräche mit Klaus Peter Schellhaas, Landrat des Kreises Darmstadt-Dieburg, und Christel Sprößler, Kreisbeigeordnete für Soziales und Jugend. Nejatian betonte, dass Apotheken einen zentralen Bestandteil der lokalen Infrastruktur bilden und direkten Einfluss auf die öffentliche Gesundheit sowie den Alltag der Bürger hätten. Ohne stabile Unterstützung, so seine Argumentation, würde der Rückgang dieser Dienstleistungen gravierende Versorgungslücken im Gesundheitswesen offenlegen.
Schellhaas kann auf eine lange Erfolgsbilanz bei der Verbesserung der medizinischen Versorgung in der Region verweisen – unter anderem hat er zwei Medizinische Versorgungszentren (MVZ) gegründet. Sprößler, SPD-Kandidatin für seine Nachfolge, unterstützte seine Haltung und bezeichnete die lokale Gesundheitsversorgung als gesellschaftliche Pflicht. Sie versprach, im Falle ihrer Wahl an Schellhaas’ Kurs festzuhalten.
Nejatian schlug vor, künftige MVZ mit Apotheken zu verknüpfen, um ein stärkeres und besser vernetztes Gesundheitssystem zu schaffen. Er warnte, dass die aktuelle Welle von Apotheken-Schließungen Jahrzehnte des Fortschritts zunichtemachen könnte. Ein zuverlässiges Versorgungsnetz, so Nejatian, erfordere kontinuierliche politische Unterstützung und solide Strukturen – keine kurzfristigen Lösungen.
Das Treffen unterstrich die akute Bedrohung für die Apotheken vor Ort und ihre Rolle in der regionalen Gesundheitsversorgung. Ohne Gegenmaßnahmen könnte der Verlust dieser Einrichtungen die Bewohner mit weniger Optionen für essenzielle medizinische Unterstützung zurücklassen. Die Teilnehmer waren sich einig: Der Schutz der Apotheken muss Priorität haben, um langfristige Schäden an der Gesundheitsinfrastruktur der Region zu verhindern.






