01 May 2026, 02:38

Frauendemo in Berlin-Kreuzberg endet mit Spannungen und klaren Forderungen

Eine Gruppe von Menschen marschiert die Straße entlang und hält ein Banner mit der Aufschrift "Solidarität und Feminismus", mit parkenden Fahrzeugen und Gebäuden im Hintergrund unter einem klaren blauen Himmel.

Frauendemo in Berlin-Kreuzberg endet mit Spannungen und klaren Forderungen

Über 2.000 Menschen zogen am Donnerstagabend durch die Straßen von Berlin-Kreuzberg, um an der jährlichen Frauendemonstration vor dem 1. Mai teilzunehmen. Die Veranstaltung, geprägt von kämpferischen Parolen gegen Rassismus, Queerfeindlichkeit und Frauenhass, lockte eine spürbar angespannte Menge an, deren Teilnehmerinnen sich entschlossen zeigten, Belästigung und patriarchale Strukturen zu bekämpfen.

Der Demonstrationszug startete am Kottbusser Damm und bewegte sich in Richtung Köpenicker Straße. Die Organisatorinnen hatten eine Kundgebung geplant, doch unterwegs kam es zu Spannungen. Feuerwerkskörper wurden gezündet, und in Einzelfällen flogen Gegenstände in Richtung der Polizeibeamten.

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Die Polizei meldete vier Fälle von Sachbeschädigung, darunter Privatfahrzeuge und Streifenwagen. Eine Person wurde festgenommen, weil sie angeblich eine Beamtin beleidigt haben soll. Trotz der Unruhen endete die Demonstration etwa zehn Minuten früher als vorgesehen.

Die Behörden hatten am Donnerstag rund 1.800 Einsatzkräfte in ganz Berlin im Einsatz, sowohl für die Demonstration als auch für die Veranstaltungen zur Walpurgisnacht. Später schätzte die Polizei die Teilnehmerzahl auf etwa 2.600 – höher als zunächst angenommen.

Die Kundgebung endete ohne größere Eskalation, auch wenn vereinzelte Auseinandersetzungen leichte Schäden und eine Festnahme zur Folge hatten. Die Demonstrantinnen hatten ihre Position deutlich gemacht: Sie fordern ein Ende der strukturellen Diskriminierung und der Belästigung im Alltag. Die Demonstration bleibt eine langjährige Tradition im Vorfeld des 1. Mai.

Quelle