30 April 2026, 22:31

Kulturschaffende attackieren Wegner: "Er versteht Berlins künstlerische Seele nicht"

Schwarzes und weißes Architekturplan von Berlin, Deutschland, mit einer zentralen Gebäudeillustration und detaillierten Textanmerkungen.

Kulturschaffende attackieren Wegner: "Er versteht Berlins künstlerische Seele nicht"

Berliner Kulturszene greift Regierungsbürgermeister Kai Wegner scharf an

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In einer leidenschaftlichen Rede hat ein namentlich nicht genannter Kritiker Berlins Regierungsbürgermeister Kai Wegner vorgeworfen, das künstlerische Lebensgefühl der Stadt nicht zu verstehen. Die Vorwürfe fallen in eine Phase des Umbruchs: Stefan Evers, der als Finanzsenator durch drastische Sparmaßnahmen bekannt wurde, soll künftig die Kulturpolitik der Stadt verantworten.

Der Redner zeichnete ein Bild Berlins als pulsierende Metropole – geprägt von großen Opernhäusern, weltklasse Orchestern und basisdemokratischen Kreativkollektiven. Die Sprache der Künstler bezeichnete er als die "Zunge der Leidenschaft" und den "Dialekt des Herzens" – etwas, das Wegner seiner Meinung nach nicht begreife. Dessen Hintergrund als Unternehmensberater, geprägt von Kontrolldenken und Effizienzzwang, wurde als Kern des Problems benannt.

Ehemalige Kulturpolitiker wie Joe Chialo oder Sarah Wedl-Wilson, die in ihren Ämtern mit Widerständen kämpften, wurden als Beispiele genannt. Der Kritiker ging noch weiter und verglich Wegner mit einem machthungrigen Herrscher, wie aus Shakespeares Königstragödien oder Wagners Opern entstiegen. Sein mangelndes Gespür für Berlins Kultur, so die Warnung, könnte ihn die nächste Wahl kosten.

Nun soll ausgerechnet Stefan Evers, der Finanzsenator, die Kulturverwaltung übernehmen. Seine früheren Forderungen nach Kürzungen im Kulturbereich haben in der Kreativszene bereits Besorgnis ausgelöst. Der Angriff unterstreicht die wachsenden Spannungen zwischen der Berliner Politik und der Kulturbranche. Mit Evers' Amtsantritt beobachten Künstler und Institutionen die Entwicklung genau. Das Ergebnis könnte sowohl die kreative Zukunft der Stadt als auch Wegners politisches Schicksal prägen.

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